Mehr Sport - 24. Februar 2011
Sportler des Monats
Lisa-Sophie Lang hat im Januar die Wahl zur RTM Sportlerin des Monats mit einem klaren Vorsprung von 110 zu 32 Stimmen vor ihrem ärgsten Konkurrenten, Luca Winkler von der SZ Römerstein gewonnen. Anlässlich dieser Auszeichnung stand die Reutlinger Fechterin unserer Redakion in einem exklusiven Interview Rede und Antwort und stellte dabei ihre Sportart – Fechten – unseren RTM Sport-Usern etwas näher vor.
Steckbrief
Name: Lisa-Sophie Lang
Geburtstag: im April
Wohnort: Reutlingen
Beruf: Student
Hobbies: Fechten, Fußball, Wintersport und Musik
Verein: TSG Reutlingen und SSV Rübgarten
Bisherige Stationen: nur Reutlingen
Lieblingsverein: TSG Reutlingen
Größte Erfolge: Deutscher Meister Einzel und Mannschaft
………….
RTM Sport im Gespräch mit Lisa-Sophie Lang, Sportlerin des Monats Januar 2011:
Ich grüße dich. Zunächst einmal möchte ich dich fragen – du hast einen sehr schönen Doppelnamen – ist es in Ordnung, wenn ich dich Lisa nenne, oder wie wirst du normalerweise gerufen? Hast du vielleicht sogar einen Spitznamen?
Hallo Markus, klar ist das in Ordnung, wenn du mich nur Lisa nennst. Das ist auch eigentlich mein Rufname. Unter Freunden habe ich meinen Spitznamen, der wird aber nicht verraten (lacht).
Dann möchte ich dir natürlich im Namen von RTM Sport ganz herzlich zu deiner Wahl als Sportlerin des Monats gratulieren. Welchen Stellenwert hat solch eine Auszeichnung durch deine Fans für dich?
Vielen Dank für die Glückwünsche. Das hat natürlich einen hohen Stellenwert, ganz klar. So eine Auszeichnung bekommt man nicht alle Tage und vor allem nicht mit solch einem Vorsprung.
Mit dem Fechten hast du dir eine Sportart ausgesucht, die in der Öffentlichkeit in der Regel nur wenig Präsenz einnimmt. Wann hast du denn mit Fechten angefangen und wie bist du dazu gekommen?
Ja, das Fechten ist eine nicht allzu stark bekannte Sportart, wie jetzt zum Beispiel Fußball. In den letzten Jahren hat sie aber zunehmend an Popularität gewonnen. Was ich super finde, denn es ist so ziemlich die schönste Sportart, die es gibt. Angefangen habe ich im Sommer 1997 als kleiner Anfänger. Mittlerweile sind es doch tatsächlich 13 1/2 Jahre, wie die Zeit vergeht…
Die wenigsten unserer User werden sich wohl schon einmal näher mit dieser Sportart beschäftig haben. Kannst du in wenigen Sätzen schildern, worauf es beim Fechten ankommt?
Worauf kommt es beim Fechten an? Gute Frage, wo soll ich da nun am besten anfange. Ich würde ganz klar sagen, dass man sehr viel Spaß dabei haben muss und einen starken Willen. Denn Fechten ist eine Sportart, die man nicht von jetzt auf nachher lernt. Da gehört viele Jahre harte Arbeit und Disziplin dazu, bevor man die komplexen Abläufe wirklich beherrscht.
…Wikipedia erklärt Fechten ganz gut (lacht).
Was macht für dich die Faszination an diesem Sport aus?
Der Mix aus Schnelligkeit und Koordination. Das selber treffen und nicht getroffen werden. Einfach die Fazination Fechten.
Würdest du dem zustimmen, dass Fechten ein eher elitärer Sport ist?
Da muss ich dir wiedersprechen. Klar verbindet man das mit früher, als nur die Obersten der Oberen gefochten haben. Aber diese Bild ist zum Glück fast verschwunden. Es kann jeder Fechten, der Lust und Laune dazu hat, egal aus welcher Schicht er kommt. Die Vereine haben Leihausrüstungen, man ist nicht gezwungen von Anfang an eine eigene Ausrüstung zu haben. Es gibt Fechtkleiderbörsen und vieles mehr.
Wie ist es denn in der Region um den Nachwuchs bestellt?
Sehr gut! Allein bei uns im Training wuselt es nur so von Kleinen. Die Jüngsten sind mittlerweile aus dem Jahrgang 2005.
Beim Fechten gibt es ja verschiedene Waffengattungen. Hast du so zu sagen eine Spezialdisziplin?
Es gibt ja insgesamt drei Waffen (Degen, Florett und Säbel). Bevorzugen tue ich auf jedenfall den Degen. Schöner zum Fechten ist allerdings Florett, da es da noch mehr um Geschwindigkeit und das Angriffsrecht geht (dafür bin ich aber langsam zu alt
). Degen ist eher taktisch und kann manchmal für einen außenstehenden echt langweilig sein. Aber alles in allem macht beides Spaß.
Was waren bisher deine persönlichen Highlights in deiner Karriere?
Da fällt mir so spontan gar nichts Genaues ein, denn es gab schon einige, angefangen von der Teilnahme am allerersten Turnier, über den ersten Sieg, bis hin zu den Deutschen Meisterschaften oder dann Kampfrichtertätigkeiten und der Ausrichtung von großen Turnieren mit der Abteilung.
Welche Ziele möchtest du noch erreichen?
Ziele hab ich direkt keine. Ich möchte einfach weiterhin so viel Spaß dabei haben wie ich es jetzt immer noch habe. Und gelegentlich mal einen Siegt (lacht).
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für unser Interview. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Sport!
—
Das Gespräch führte Markus Sosnowski
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